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Die 1000jährige Eiche Bad Blumau – ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen und Einheimische

Touristen und Einheimische lieben sie und in gewisser Weise stellt sie eines der beliebtesten natürlichen Ausflugsziele der Region dar: Die 1000jährige Eiche Bad Blumau. Viele Menschen, die in der Gegend leben, nennen sie liebevoll die „dicke Oachn“.

Der Baum gilt als der älteste Baum seiner Art in ganz Europa. Wer sein Ferienhaus in oder in der Umgebung von Bad Blumau in der Steiermark gebucht hat, sollte sich dieses Highlight nicht entgehen lassen. Unter anderem stellt der Baum nicht nur ein wunderbares Fotomotiv dar, sondern lädt auch zum Verweilen ein und kann vielleicht sogar dabei helfen, die Seele ein wenig baumeln zu lassen.  

„Grunddaten“ zur 1000jährigen Eiche 

Sowohl aus der Ferne als auch aus der Nähe wirkt die 1000jährige Eiche sehr beeindruckend. Sie hat mittlerweile eine Höhe von circa 30 Metern erreicht. Allein der Durchmesser des Stammes liegt bei etwa 2,5 Metern. Der Umfang beträgt circa neun Meter. Dementsprechend braucht es etwa acht Menschen, wenn es darum geht, den Baum zu umarmen.

Schon früh wussten die Menschen den besonderen Wert dieses Baumes zu schätzen. Denn: Es gibt Quellen, aus denen hervorgeht, dass die 1000jährige Eiche in der Vergangenheit als Treffpunkt genutzt wurde, um hier beispielsweise zu feiern und Konversation zu pflegen.

Der Baum hat im Laufe der Zeit nichts von seiner Faszination verloren. Bis heute steht ein Besuch an diesen Highlight für viele Touristen ganz oben auf der To Do Liste. Und auch die Einheimischen in der Steiermark werden offensichtlich nicht müde, immer wieder hier vorbeizuschauen.

Es wäre allerdings auch falsch, zu behaupten, dass sich der 1000jährige Baum nicht hin und wieder hätte gegen äußere Einflüsse zur Wehr setzen müssen. So ruhig und idyllisch er auch aussehen mag: Er hat eine beeindruckende Geschichte hinter sich.  

Der 1000jährige Baum: Ein „Pflegeaufwand“, der sich lohnt 

Auch wenn der 1000jährige Baum weitestgehend allein zurecht kommt und es immer wieder schafft, den unterschiedlichsten Einflüssen zu trotzen, braucht es ab und an Hilfe von außen, um sicherzustellen, dass er im Idealfall weitere 1000 Jahre stehen kann.

Vor allem die Arbeiten in den 1970er Jahren stellten in diesem Zusammenhang eine Art Zäsur dar, da hier aktiv in das Baumleben eingegriffen wurde. Alles begann damit, dass ein Blitz in den Baum einschlug und die Menschen vor Ort sich fragten, wie dieses besondere Gewächs in Zukunft bestmöglich geschützt werden könnte. Damals empfand man es als die sinnvollste Lösung, den Baum mit Beton auszugießen. Dass es hierfür eine besonders große Menge an Material brauchte, sollte – bei einem Umfang von knapp neun Metern – klar sein.

Leider war das Ausgießen jedoch mit einigen Nachteilen verbunden. Als besonders problematisch erwies es sich, dass das Wasser nun nicht mehr dazu in der Lage war, optimal abzufließen. Regen und Feuchtigkeit sorgten dann schlussendlich dafür, dass verschiedene Bereiche des Baumes begannen, zu faulen. Es dauerte einige Jahre, bis das Problem schließlich erkannt wurde. Die Lösung: Die Entfernung des Betonkerns und der faulen Areale und Rohre, auf deren Basis sichergestellt werden sollte, dass das Wasser, das vorher für das Verfaulen des Holzes gesorgt hatte, seinen Weg nach außen finden konnte.

Nach einiger Zeit erholte sich die 1000jährige Eiche wieder.  

Die 1000jährige Eiche als Ausflugsziel 

Die 1000jährige Eiche ist nicht nur ein einfacher Baum, sondern im Laufe der Zeit zu einem beliebten Ausflugsziel geworden. Vor allem Wanderer und Fahrradfahrer machen hier oft Halt, um sich in ihrem – durchaus beachtlichen – Schatten aufzuhalten. Wer beispielsweise auf dem Bad Blumauer Rundwanderweg unterwegs ist, sollte überlegen, um ein Zwischenstopp an diesem natürlichen Zeitzeugen den Tag nicht bereichern könnte.

Aufgrund der wunderschönen Landschaft, die den Baum umgibt, kommen auch viele Familien mit Kindern hierher, um ein paar schöne Stunden zu verbringen.  

Das bewegte Leben der 1000jährigen Eiche 

Wer sich überlegt, wie lange dieser Baum schon an seinem Ort steht, kann sich in etwa vorstellen, was dieses Gewächs schon alles erlebt hat. Seine Geschichte reicht bis zurück in die Zeit von Karl dem Großen. Die Landschaft veränderte sich damals in einem beeindruckenden Tempo. Aus dem kleinen Baum wurde ein immer stattlicheres Gewächs, während in dem Gebiet Menschen und ganze Völker um ihre Vorherrschaft und Rechte kämpften. Auch das Interesse daran, in der Region sesshaft zu werden, wuchs bei vielen. Der Baum schien sich daran nicht zu stören.

Irgendwann wurde aus einem einfachen Gebiet - Friedrich Barbarossa sei Dank – ein Herzogtum. Und auch der Überfall der Türken in der heutigen Steiermark machte dem Baum nichts aus. Er überlebte nicht nur diese Kämpfe, sondern auch den Einfall der Truppen Napoleons und die beiden Weltkriege.

Forschungen ergeben immer wieder, dass sich der 1000jährige Baum – seinem Alter entsprechend – bester Gesundheit erfreut. Dennoch haben die Menschen in der Region natürlich immer ein Auge auf ihren „Schatz“. Bleibt zu hoffen, dass die „dicke Oachn“ auch in den kommenden Jahrhunderten noch an ihrem Platz stehen und Touristen und Einheimischen Schatten und Freude spenden wird.

Und keine Sorge: Wer sich in der Nähe befindet und sie sucht, erkennt schnell, dass sie rasch ins Auge sticht. Zwischen dem Rest der Bäume wirkt sie geradezu majestätisch.

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