‚Alpenpark Karwendel’ – Österreichs größter Naturpark

‚Alpenpark Karwendel’ – Österreichs größter Naturpark

Alpenpark Karwendel

Gewaltige Berge, traumhaft schöne Täler, urtümliche Wälder, tosende Wildflüsse und zahlreiche Pflanzen- und Tierarten – all dies und noch viel mehr erwartet Sie bei Ihrem Ferienhaus-Urlaub im Naturschutzgebiet ‚Alpenpark Karwendel’, das mit einer Fläche von über 700 km² fast das ganze Karwendelmassiv umfasst.

Das riesige und kaum besiedelte Areal bietet dabei eine ungeheure Fülle an unberührter Natur und damit ideale Voraussetzungen, fernab vom Alltag zu entspannen und die herrliche Landschaft (fast) ungestört zu genießen. Zuweilen ist sogar Deutschlands höchster Berg, die Zugspitze, von weitem zu erspähen.

Österreichs größter Naturpark ist übrigens zugleich das älteste Schutzgebiet Tirols. Im Jahre 1928 gegründet, wurde es schließlich 2009 zum Naturpark erklärt. Gemeinsam mit dem angrenzenden bayerischen Teil mit etwa 190 km² Fläche gehört es zum ‚Natura-2000-Gebiet’, das ein ganzes Netzwerk von europäischen Schutzgebieten bildet.

Der Alpenpark besteht dabei aus insgesamt elf Schutzgebieten, die unterschiedliche Schutzkriterien erfüllen. Die drei Naturschutzgebiete Karwendel, Martinswand und Fragenstein bilden den zentralen Kernbereich und die beiden Ruhegebiete Eppzirl und Achental-West sowie die sechs Landschaftsschutzgebiete Bärenkopf, Falzthurntal-Gerntal, Großer Ahornboden, Martinswand-Solstein-Reither Spitze, Nordkette und Vorberg die Außenbereiche.

Die Bezeichnung ‚Karwendel’ stammt übrigens vom altdeutschen Namen eines Germanen ab, der ‚Gerwentil’ oder ‚Kérwentil’ hieß, was ‚Speerwender’ bedeutet. Zunächst bezeichnete der Name ‚Karwendelau’ nur das Tal, in dem sein Hof lag, um schließlich im 19. Jahrhundert auf die gesamte Gebirgsgruppe angewandt zu werden.

Video: Alpenpark Karwendel

Wander- und Kletterparadies der Superlative

Für die Wanderer und Kletterer unter Ihnen bietet der Karwendel jede Menge Möglichkeiten, die außergewöhnliche Bergwelt zu erkunden. Das hauptsächlich aus Kalkgestein und Dolomit bestehende Gebirge gliedert sich im wesentlichen in vier große Hauptketten, die nach den angrenzenden Tälern benannt sind: die Hinterautal-Vomper-Kette (oder Karwendel-Hauptkette), die Nördliche Karwendelkette als Eingang zum gesamten Massiv, die Gleirsch-Halltal-Kette sowie die Inntalkette. Zahlreiche Almen und bewirtschaftete Hütten wie die Arzler Alm, die Umbrüggler Alm, die Höttinger Alm, die Rumer Alm oder die Enzianhütte sind dabei ganz einfach und sogar mit Kindern zu erreichen. Viele Hütten bieten zudem Übernachtungsmöglichkeiten an.

Ob Sie nur einen kurzen Wanderausflug oder gar mehrtägige Touren planen, einfache oder anspruchsvolle Kletterpartien bewältigen wollen – der Karwendel bietet Berge und Gipfel für jedes Fitness- und Techniklevel an. Sie müssen Sich ja dabei nicht Hermann von Barth zum Vorbild nehmen, der im Sommer 1870 ganze 88 Karwendel-Gipfel bestiegen haben soll!

Die Tour von Scharnitz nach Pertisau am Achensee gehört beispielsweise zu den klassischen Touren. Der Aufstieg auf die Birkkarspitze, dem mit fast 2750 m höchsten Berg des Karwendels, ist vor allem bei Liebhabern anspruchsvollerer Bergtouren beliebt. Hierbei empfiehlt es sich, den langen Weg von den Startpunkten Scharnitz oder Risstal aus zunächst mit dem Mountainbike zurückzulegen. Weitwanderwege wie der Adlerweg, Teilstrecken der Via Alpina oder der Tour München-Venedig durchqueren ebenfalls das gewaltige Massiv.  

Sie können aber selbstverständlich auch eine der vielen beeindruckenden Klettersteig-Touren unternehmen. Mit dem Innsbrucker Klettersteig gelangen Sie z. B. vom Hafelekar der Inntalkette über mehrere Gipfel - u. a. den Kemacher mit ca. 2480 m als höchstem Punkt der abwechslungsreichen Route. Am Frau-Hitt-Sattel angekommen, werden Ihre Mühen mit einem traumhaft weiten Fernblick über das Inntal bis hin zum Alpenhauptkamm belohnt.

Wenn Sie es jedoch lieber etwas weniger ambitioniert angehen wollen, dann empfiehlt sich der Karwendelklammsteig, eine leicht zu bewältigende Wanderung über ca. 200 Höhenmeter. Von Scharnitz ausgehend können Sie sich dabei für zwei Tourvarianten entscheiden. Eindrucksvolle Einblicke in die romantische Karwendelschlucht mit dem tosenden Karwendelbach und ihre beeindruckende Flora haben Sie definitiv in beiden Fällen.

Das Fahren mit dem Bike ist übrigens auf allen PKW-Mautstraßen im Karwendel erlaubt. Im Tiroler Teil des Naturparks sind zudem 14 Radtouren freigegeben.

 

Der Große Ahornboden und das größte Almdorf Europas

Welche Wanderung Sie als Ferienhaus-Urlauber auch unternehmen – Sie werden aufgrund der hohen Artenvielfalt zahlreiche geschützte Tiere und Pflanzen entdecken können.

So sind über 2000 Tierarten im Naturpark heimisch, und mit etwas Glück können Sie den majestätischen Steinadler hoch oben in den Lüften bewundern. Mit größerer Sicherheit werden Ihnen allerdings Gämsen und Steinböcke, Rehe, Rothirsche und Murmeltiere begegnen. Die Flora ist ebenfalls sehenswert: Dabei stehen von ca. 1.300 Pflanzenarten neben dem berühmten Edelweiß noch etliche weitere Pflanzen unter Schutz, z. B. die Feuerlilie, der Bewimperte Mannsschild (ein Primelgewächs), die Alpen- oder Almrosen, die fast immer in größeren Büschen auftreten und viele Wanderwege säumen, oder die Bergulme, ein großer Baum aus der Gattung der Ulmengewächse.

Ein besonderes Highlight, das Sie unbedingt besuchen sollten, ist der im hinteren Rißtal beheimatete Große Ahornboden. Auf einer Fläche von 240 ha wachsen hier nämlich über 2.000 Ahornbäume, die teils über 600 Jahre alt und bis zu 35 m hoch sind! Vor allem im Herbst, wenn sich die Blätter bunt verfärben, bildet er eines der beliebtesten Fotomotive im gesamten Karwendel.

Für Ihr leibliches Wohl ist in den zahlreichen Ortschaften, Berggasthöfen oder bewirtschafteten Almen selbstverständlich bestens gesorgt. Unser Tipp: Kehren Sie auf jeden Fall einmal im Almdorf Eng ein, das in der Nähe des Großen Ahornbodens bei der Gemeinde Vomp liegt. Hier können Sie während einer gemütlichen Brotzeit neben erfrischenden Getränken frisch zubereitete einfache Speisen von der Alm genießen. Eng ist mit seinen etwa 15 urigen, teils museal hergerichteten Holzhütten sogar das größte Almdorf Europas. Im Bauernladen können Sie zudem leckere Souvenirs aus Ihrem Ferienhaus-Urlaub erstehen.

Wenn Ihnen nach so viel unberührter Natur dann wieder der Sinn nach urbaneren Gefilden steht, hält neben den Gemeinden und Marktgemeinden vor allem die Landeshauptstadt Innsbruck jede Menge an Sehenswürdigkeiten bereit. Die Nordkettenbahnen bringen Sie z. B. in nur 20 Minuten von 2000 m Höhe wieder hinunter ins quirlige Stadtzentrum. Hier haben Sie ausreichend Gelegenheit zum Besichtigen, Shoppen und gemütlichen Einkehren. Die mittelalterliche Altstadt mit der Prachtstraße, der Maria-Theresien-Straße, den bunten historischen Häusern, dem ‚Goldenen Dacherl’ und dem Dom St. Jakob dürfen Sie sich nicht entgehen lassen. Aber auch die zahlreichen Museen und Kirchen sind sehenswert. Das berühmte Schloss Ambras mit seinen bedeutenden wissenschaftlichen und kunsthistorischen Sammlungen liegt zwar etwas außerhalb der Kernstadt, ist aber ein ebenfalls ein Muss!

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